Lauter Bekannte und ein Open-Air-Team

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ERSC-Löwen in einer starken Landesliga-Gruppe

(apg) Der Bayerische Eishockeyverband hat auf einer Ligentagung die vorläufige Einteilung für die kommende Landesliga-Saison bekannt gegeben. Ab dem 13.Oktober 2017 werden die 24 qualifizierten Mannschaften in zwei Gruppen zu je 12 Teams antreten. Demnach bekommt es der ERSC Amberg zwar mit lauter "alten Bekannten" zu tun, hat gegen den einen oder anderen Gegner aber teilweise schon länger nicht mehr in einer Hauptrunde gespielt. Dies gilt beispielsweise für Königsbrunn und Ulm, gegen die man vor zwei Jahren allerdings Platzierungsspiele ohne sportlichen Wert bestritt, vor allem aber für den ESV Burgau. Auf die Schwaben trafen die Löwen letztmals zu Beginn der 80er-Jahre in der Bayernliga. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit den Vilshofener Wölfen, dem einzigen Verein in der Gruppe ohne Dach über der Eisfläche.
Die Vorrunde soll bis zum 14.Januar 2018 beendet sein. Danach werden die jeweils ersten fünf Landesligisten mit den letzten sechs Teams der Bayernliga zu zwei 8er-Gruppen geformt, wo in einer Einfachrunde die jeweils drei Erstplatzierten in die Bayernliga aufsteigen bzw. diese erhalten. In dieser Aufstiegsrunde gibt es eine regeltechnische Änderung: Sollte ein Spiel nach regulärer Spielzeit unentschieden stehen, gibt es zunächst eine fünfminütige Verlängerung mit "Sudden Death" - also dem Sieg bringenden Tor, wo jeweils nur drei Feldspieler eingesetzt werden dürfen. Erst wenn diese Verlängerung torlos endet, kommt es zum Penaltyschießen.
Die Mannschaften ab Rang 6 der Vorrunde spielen im gleichen Zeitraum wie die Aufstiegsrunde in zwei Gruppen jeweils einen Absteiger aus.

Des weiteren wurde auf der Tagung eröffnet, dass die Vereine verpflichtet sind, eine U8-Nachwuchsmannschaft zu melden. Für die Saison 2017/18 gelten hier letztmalig noch Spielgemeinschaften. Man darf gespannt sein, wie sich diese Angelegenheit über den Sommer entwickelt. Gleiches ist beim Punkt "Anzahl der Kontingentspieler" zu erwarten. Aktuell einigten sich - mit einer einzigen Ausnahme - sämtliche Landesligavereine schriftlich auf eine freiwillige Selbstbeschränkung mit nur einem Transferkarten pflichtigen Spieler.


Gruppe 1:
ERSC Amberg, ESV Burgau, EV Dingolfing, SE Freising, ESC Haßfurt, ERC Ingolstadt, EHC Königsbrunn, VER Selb 1b, ERV Schweinfurt, EHC Straubing, EC Vilshofen, VfE Ulm/Neu-Ulm
Gruppe 2:
Bad Aibling, Farchant, Forst, Fürstenfeldbruck, Kempten, Klostersee, Pfronten, Reichersbeuren, Schliersee/Miesbach, Schongau, Trostberg, Bad Wörishofen


Quartett mit unterschiedlichen Qualitäten

Zwischenzeitlich konnte Löwen-Obmann Chris Spanger den Kader durch ein ganzes Quartett an Verlängerungen erweitern. Dies ist zum einen Kapitän Norbert Gerber, der mit seiner Erfahrung seit Jahren eine feste Größe in der Verteidigung ist. Christoph Schönberger gilt als "Allzweck-Waffe", der vorne wie hinten seine Aufgaben erledigt und dabei weder sich noch den Gegner schont. David Rybka war der "Durchstarter" in der abgelaufenen Spielzeit. Nach einem eher mäßigen Anfangsjahr landete er zuletzt auf dem zweiten Rang der internen Scorerwertung. Last but not least Matti Swadzba, einem echten Urgestein, der nach eigenem Bekunden "seit er ein Baby war" für den ERSC spielt und in der ersten Mannschaft beachtliche 259 Scorerpunkte sammelte. Damit sind die Kaderplanungen - wie schon in den vergangenen Jahren - bereits frühzeitig weit fortgeschritten, allerdings auch noch nicht beendet.