Wirtschaftlich nicht einfach aber sportlich im Soll

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ERSC auch auf Suche nach Helfern / Jahreshauptversammlung

Mustafa Sugle wurde als Vorstand wiedergewählt, Frank Jacobi als dessen Stellvertreter und auch alle weiteren Positionen beim ERSC Amberg wurden von ihren Amtsinhabern nahezu einstimmig erneut besetzt. Sicherlich eine Bestätigung für die geleistete Arbeit im Verein, allerdings eben auch ohne jegliche Gegen- bzw. Zusatzkandidaten. Ein Umstand, der nicht nur "den Boss" nachdenklich stimmt.

"Wir könnten durchaus noch Mithilfe in Vorstand und Organisation gebrauchen", erklärte Sugle den anwesenden Mitgliedern auf der Jahreshauptversammlung des Amberger Eishockeyvereins. Seit mehreren Jahren sei es stets der gleiche Personenkreis, der sich zur Verfügung stelle, meinte der Vorsitzende und gab unumwunden zu: "Manchmal merkt man schon, dass es an die Substanz geht, obwohl es mit den Leuten auch unglaublich Spaß macht".

Im Jahres-Rückblick sprach Sugle von "keiner einfachen Saison", die man differenziert betrachten müsse. Sportlich habe man mit dem Erreichen der Play-Offs das Soll erfüllt. "Das bedeutet nicht, dass wir nicht gerne noch mindestens eine Runde weitergekommen wären, aber wir hatten mit Füssen wohl den schwersten aller Gegner", so Sugle. Der bedankte sich bei Trainer und Mannschaft für eine tolle Saison: "Für mich die beste Mannschaft seit den Oberliga-Zeiten".
Was natürlich weiter nicht einfach bleibe, sei die Finanzierung des Sports. Bei der Landesliga-Mannschaft fehlten einfach lukrative Derbys wie etwa früher gegen Pegnitz oder andere Gegner, die auch mal Zuschauer mitbrächten. Auf dem Sponsorensektor gebe es zwar einige Zuwächse, doch sei die Lage hier "ernüchternd", bedauerte Sugle. Dennoch habe der Verein keine Verbindlichkeiten. Man müsse aber trotzdem weiter nach Sponsoren und Einsparungsmöglichkeiten suchen, sei es bei den Fahrtaufwendungen oder Kosten für Spiele und Training. Man sei hier aber schon in Gesprächen mit der Stadt als Stadionbesitzer um hier zu einer einvernehmlichen und entlastenden Regelung zu kommen, auch mit dem Stadionbetreiber. Dem Vernehmen nach könne es in absehbarer Zeit durchaus zu einer Entscheidung kommen, meint der Vorstand. "Oberbürgermeister Michael Cerny sieht selbstverständlich die positive Entwicklung im Eishockey, vor allem auch im Jugendbereich, wie er mir versichert hat", zeigt sich Sugle zuversichtlich. (apg)