Zum Auftakt gleich ein „Kracher“

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(apg) An diesem Sonntag, 18:30 Uhr, fällt für den ERSC Amberg vor eigenem Publikum der Startschuss zu der Landesliga-Saison 2017/2018 und die Löwen müssen gleich von 0 auf 100 beschleunigen, denn der letztjährige Play-Off-Halbfinalist EV Dingolfing ist nachweislich ein Konkurrent auf einen der vorderen Ränge – und die Isar Rats haben sich schon mal richtig warmgeschossen.

Das Team aus Niederbayern mit seinem Spielertrainer Philipp Weinzierl hat in der Vorbereitung exakt doppelt so viele Tests absolvieren können als der ERSC, dabei auch gegen die Bayernligisten Moosburg (4:4) und Passau (4:5) überzeugt. Zuletzt standen noch „Schießübungen“ gegen die überforderten Bezirksligisten Aich (8:0) und Waldkraiburg 1b (13:1) auf dem Programm. Dass der EVD also erneut einen ähnlich schwachen Start wie in der Vorsaison hinlegt ist eher unwahrscheinlich, zumal Weinzierl einen eingespielten Kader zur Verfügung hat, mit viel Qualität und nur wenigen personellen Veränderungen.

Ein Vorteil, den so aber auch Ambergs Coach Alex Reichenberger genießen kann und bei den Löwen haben die Neuzugänge sich zudem allesamt als Verstärkungen erwiesen. Die Amberger Vorbereitungsspiele waren geprägt von einer auffälligen physischen Stärke der Mannschaft, die scheinbar nach Belieben das Tempo variieren kann, bis in den höchsten Gang. Sicherlich hat Reichenberger auch noch den einen oder anderen Mangel erkannt, so ist die Defensivarbeit etwa noch nicht völlig abgestimmt und auch eine bessere Verwertung der – immerhin zahlreich vorhandenen - Chancen wäre von Vorteil. Aber letztendlich waren das „nur“ Testspiele und in der Punkterunde ist die Konzentrationsfähigkeit ohnehin höher. In Bestbesetzung kann Reichenberger allerdings nicht antreten lassen. Andreas Hampl hat nach seiner Verletzung im Spiel gegen Pegnitz das Klinikum zwar schon wieder verlassen, aber die schwere Wirbelsäulenprellung sollte einem Einsatz wohl im Weg stehen. Das ist schade, denn Hampl erwies sich gerade im Spielaufbau als einer der Aktivposten.
Auch oder gerade weil es der Saisonstart ist: Ein positives Ergebnis kann den nötigen Rückenwind für die nächsten schweren Aufgaben liefern und beide Kontrahenten sollten ungefähr auf dem gleichen Leistungslevel liegen. Entscheiden die Taktik, das Glück oder die Tagesform – oder von allem etwas?