Krimi mit 4:3-Happy End für die Löwen

 Drucken  E-Mail  

Der ERSC Amberg feiert einen gelungenen Saisoneinstand. Das Team von Coach Alex Reichenberger hätte es aber weniger spannend machen können, denn nach einem scheinbar sicheren 4:1-Vorsprung wurde es gegen Dingolfing nochmals eng.

(apg) In Anbetracht der gesamten Spielanteile geht der knappe 4:3-Erfolg für die Löwen aber in Ordnung, zumal man zu Beginn des Schlussdrittels auch noch das mögliche 5:1 durch einen vergebenen Penalty verpasste.
Von Beginn an gingen beide Teams gleich ein hohes Tempo, aber zunächst dominierten die Defensivabteilungen und ließen wenig zwingende Möglichkeiten zu. Mitte des Anfangsdrittels hatte Dominik Schopper auf Amberger Seite die erste aussichtsreiche Gelegenheit. Trotz der „Nullnummer“ im Anfangsdrittel war es dennoch eine recht anspruchsvolle Partie; Amberg überzeugte läuferisch, die Gäste waren sehr scheibensicher.
Zum Mittelabschnitt kamen die Gastgeber ambitionierter aus den Kabinen. Kapitän Florian Bartels und David Rybka – mit einem sehenswerten Schuss in den Torwinkel – drückten mit ihren Treffern zum 2:0 die Amberger Überlegenheit auch numerisch aus. Dingolfing verkürzte postwendend durch Benjamin Franz, der einfach nicht intensiv genug angegriffen wurde. Die Partie blieb immer noch abwechslungsreich, aber der ERSC gewann zusehends mehr Spielanteile. Gegen Ende des Drittels schienen die Löwen dann vorzeitig auf die Siegerstraße zu gelangen. Zunächst netzte Sebastian Aukofer zum 3:1 ein und kurz darauf ließ Felix Köbele in Überzahl den vierten Treffer folgen. Die Pausensirene rettete die Gäste dann schließlich vor noch größerem Unheil gegen nun überlegene Amberger.

Dies sollte sich zunächst auch im Schlussabschnitt fortsetzen, wo der ERSC sogar in Unterzahl zu einer Konterchance kam, in der Simon Bogner regelwidrig vor dem Tor behindert wurde. Den fälligen Penalty ließ der Amberger Verteidiger allerdings ungenutzt. Dingolfing erhielt dadurch offensichtlich nochmals etwas Auftrieb und die Isar Rats machten die Begegnung dann binnen 59 Sekunden wieder so richtig spannend. Zunächst nutzte Tobias Gilg eine Unachtsamkeit in der ERSC-Defensive, dann fälschte Daniel Schickaneder einen Weitschuss unhaltbar zum 4:3 ab. Der Schlagabtausch wurde fortgesetzt. Diverse Strafzeiten sorgten in der Schlussphase dann für zusätzliche Brisanz, aber trotz Chancen beiderseits, einer Auszeit der Gäste und einem zusätzlichen Feldspieler anstelle des Torhüters für Dingolfing blieb es beim knappen Resultat in einer wirklich sehenswerten Partie, in der beide Teams ihre Ansprüche untermauerten.

ERSC Amberg – EV Dingolfing  4:3 (0:0,4:1,0:2)
Tore: 1:0 (24.) Bartels (Schopper,Schönberger), 2:0 (26.) Rybka, 2:1 (26.) Franz (Dörfler,Hähnel), 3:1 (36.) Aukofer (Heilman), 4:1 (39.) Köbele (Schönberger,Bartels/5-4), 4:2 (47.) Gilg (Koma,Braun), 4:3 (48.) Schickaneder (Weinzierl,Franz).
Strafen: Amberg 14, Dingolfing 10 Minuten
Schiedsrichter: Barth, Rauchecker
Zuschauer: 400