Löwen drehen 0:2-Rückstand in Ulm

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(apg) Der ERSC Amberg hat am Sonntagabend mit einem Auswärtssieg in Ulm sein Sechs-Punkte-Wochenende in der Eishockey-Landesliga komplettiert.

Der 5:2-Erfolg bei den personell gebeutelten Donau-Devils war aber keine spielerische Glanzleistung, sondern das Resultat harter Arbeit.

Vielleicht war es die lange Busreise, möglicherweise hatte man die mit zehn Feldspielern angetretenen Gastgeber auch unterschätzt – das Anfangsdrittel war jedenfalls aus Amberger Sicht eines zum vergessen. 2:0 führte der Außenseiter nach zehn Minuten und bereitete den Löwen mit großem Kampfgeist so einige Probleme. Bei Amberg fehlten krank oder verletzungsbedingt Dominik Schopper, Andreas Hampl, Matti Swadzba und Simon Bogner, aber man hatte trotzdem eine komplette Reihe mehr aufzubieten, als Ulm. Einzig positive Aspekte im Anfangsdrittel: Ein gut funktionierendes Unterzahlspiel und ein Lattentreffer von Bernhard Keil. „Da muss wesentlich mehr kommen, wenn du hier die Punkte mitnehmen willst“, urteilte ERSC-Chef Mustafa Sugle in der ersten Pause.
Zum Mittelabschnitt kamen die Löwen dann auch konzentrierter aus der Kabine, aber erst nach dem Überzahltreffer von David Rybka zum 2:1 wurde es spürbar besser. Knapp 70 Sekunden später bewies Dan Heilman erneut den Wert für die Mannschaft. Der Routinier nahm einem Ulmer die Scheibe ab und verwandelte per Rückhand zum 2:2-Ausgleich. Amberg nun mit mehr Spielanteilen und wesentlich konstruktiver als zu Beginn, aber die Gastgeber kämpften weiter aufopferungsvoll. 39 Sekunden vor der Pausensirene ließ sich Felix Köbele – direkt von der Strafbank kommend – die Gelegenheit zu einem Break nicht entgehen und netzte eiskalt zum 2:3 ein. Zwei Einzelaktionen hatten die Partie zu Gunsten des ERSC gedreht.
Und die Löwen machten sich im Schlussdrittel auch gleich daran, für klare Verhältnisse zu sorgen. Im Powerplay war es schon nach 65 Sekunden Florian Bartels, der ein Zusammenspiel mit Köbele und Keil zum 2:4 abschloss. Spätestens hier war den Gastgebern schon klar, dass eine Überraschung ausbleiben würde. Erneut Heilman sorgte mit dem 2:5 für das Endresultat, das die Reichenberger-Truppe dann ruhig über die Zeit brachte.

VfE Ulm/Neu-Ulm - ERSC Amberg   2:5 (2:0,0:3,0:2)
Tore: 1:0 (6.) Stempfel (Carroll, Anwander), 2:0 (10.) Eckmann (Nussbaumer), 2:1 (28.) Rybka (Köbele/5-4), 2:2 (29.) Heilman, 2:3 (40.) Köbele, 2:4 (42.) Bartels (Köbele, Keil/5-4), 2:5 (48.) Heilman (Rybka, Aukofer).
Strafen: Ulm 18, Amberg 16 Minuten
Schiedsrichter: Lovre, Spiegel
Zuschauer: 250