Drei Punkte für verschärftes Training

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ERSC-Löwen besiegen Straubing 15:3

(apg) Der ERSC Amberg hat seinen bislang höchsten Saisonsieg in der Eishockey-Landesliga erzielt. Gegner am Freitagabend war der EHC Straubing und das Schlusslicht der Liga war beim 15:3 der Löwen – beinahe wie erwartet – in allen Belangen hoffnungslos unterlegen. Sebastian Aukofer und Felix Köbele beteiligten sich mit je vier Treffern besonders eifrig am Schützenfest.

Erfreulich aus Amberger Sicht, dass sich mit Norbert Gerber ein zusätzlicher Verteidiger nach Verletzungspause zurückgemeldet hatte und sein erstes Spiel für den ERSC in dieser Saison absolvierte. Von Beginn an entwickelte sich eine völlig einseitige Partie, in der die Amberger Angreifer zunächst noch ihr Visier justieren mussten. Andreas Hampl eröffnete dann den Torreigen, danach fielen die Treffer nahezu im Minutentakt. Mit dem 5:0 durch Aukofer war knapp fünf Minuten später schon vieles geklärt. Straubing wehrte sich mehr recht als schlecht, aber stets mit fairen Mitteln. Es gab beiderseits während der gesamten Partie keine bösartigen Szenen. Der erste Treffer der Gäste resultierte aus einem Schuss, der Löwen-Torhüter Oli Engmann von hinten am Schlittschuh traf.
Von Spannung konnte zum Mittelabschnitt natürlich keine Rede mehr sein, aber die Stimmung auf den gut gefüllten Rängen war dennoch bestens. Auch wenn die Löwen vor dem gegnerischen Tor manchmal fast etwas zu uneigennützig wirkten, gab es doch einige sehenswert herausgespielte Treffer. Gleich ein halbes Dutzend davon legte der ERSC nach und benötigte dafür keine neun Minuten. Zwischendurch gab es eine äußerst kuriose Resultatsverbesserung für Straubing, vor allem, weil sich weit und breit kein Gästeangreifer in der Nähe des Pucks befand: Das 9:2 entsprang quasi einer Co-Produktion von Goalie Engmann und Verteidiger Bogner ohne Fremdeinwirkung. Löwen-Coach Dirk Salinger nahm es locker und hatte allgemein etwas Verständnis für den Lapsus: „Bei so einer hohen Überlegenheit ist es oft schwierig, die Konzentration zu behalten. Da passieren hin und wieder einmal verrückte Situationen. Das gilt auch für die Chancenverwertung“. Eine Minute vor der Drittelpause trafen die Gäste dann auch einmal „regulär“ zum 11:3-Zwischenstand.
Auch im Schlussabschnitt glich die Partie einer leicht verschärften Trainingseinheit, in der die Löwen ihren Torhunger etwas zurückgeschraubt hatten. Köbele in Unterzahl, Lukas Salinger im Powerplay und Aukofer mit seinem vierten Treffer legten nach, ehe Youngster Philipp Dürr exakt zwei Minuten vor dem Ende mit seinem ersten Saisontor den Schlusspunkt zum 15:3 setzte.

ERSC Amberg – EHC Straubing 15:3 (5:1,6:2,4:0)
Tore: 1:0 (6.) Hampl (Heilman), 2:0 (7.) Aukofer (Dürr, Swadzba), 3:0 (8.) Köbele (Keil, Schönberger), 4:0 (8.) Heilman (Hampl), 5:0 (11.) Aukofer (Heilman), 5:1 (15.) Hendel, 6:1 (24.) Schönberger (Keil, Köbele), 7:1 (25.) Aukofer (Swadzba), 8:1 (27.) Köbele (Bartels, Keil), 9:1 (30.) Keil (Bartels), 9:2 (31.) Hillmeier (4-5), 10:2 (31.) Köbele (Keil, Bartels/5-4), 11:2 (33.) Hampl (Schopper, Heilman), 11:3 (40.) Gaul (Wittenzellner, Meichel), 12:3 (47.) Köbele (Heilman/4-5), 13:3 (50.) Salinger (Bogner, Schreier/5-4), 14:3 (52.) Aukofer (Dürr, Swadzba), 15:3 (58.) Dürr (Swadzba)
Strafen: Amberg 4 Minuten + 10 (Hampl) + 10 (Schönberger), Straubing 14 + 10 (Nerb).
Schiedsrichter: Graf, Laudenbach
Zuschauer: 567