Vorentscheidung im 2.Drittel

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ERSC-Löwen gewinnen auch in Burgau

Der ERSC Amberg hat seinen neunten Sieg in Serie eingefahren. Die Partie beim ESV Burgau war die erwartet schwere Aufgabe, aber am Ende setzten sich die Löwen verdient mit 7:5 durch und stehen weiter auf dem 2.Rang der Eishockey-Landesliga Gruppe A, allerdings mit einem Spiel weniger als Tabellenführer Haßfurt. Herausragend bei den Ambergern Routinier Dan Heilman mit vier und Felix Köbele mit fünf Torbeteiligungen.

Burgau ging ausgeruht in diese Partie, weil die Fahrt am Freitag nach Ulm wegen des Donauhochwassers ausfiel. Trotz der langen Busfahrt machten aber zu Beginn die Löwen den wacheren Eindruck und kamen durch einen Doppelschlag von Daniel Troglauer und Florian Bartels zu einer frühen 2:0-Führung. Erst nach und nach gab es auch für die Gastgeber Offensivaktionen zu notieren, zumeist über ihren stärksten Angreifer, Vladimir Klinga. Der Slowake war es auch, der seine Gefährlichkeit mit dem 1:2-Anschlusstreffer unterstrich. Amberg versäumte bei eigener Überzahl den Vorsprung auszubauen, so kamen die Gastgeber überraschend durch Daniel Tsakalidis noch vor Drittelende zum Ausgleich.
Im Mittelabschnitt spielte der ERSC seine ganze Cleverness aus, die Eisbären aus Burgau dezimierten sich in Person von David Tomecko selbst entscheidend, denn der Verteidiger „verdiente“ sich mit einem üblen Foul die darauffolgende Spieldauerstrafe. Während der fünfminütigen Überzahl schaffte sich Amberg durch Thomas Schreier und Heilman einen Zwei-Tore-Vorsprung. Zuvor hatte Bernhard Keil mit einem fulminanten Schlagschuss noch die Latte getroffen. Der ERSC war eindeutig spielbestimmend und traf in diesem Abschnitt auch noch doppelt in Unterzahl. Zunächst war es Felix Köbele – der insgesamt fünf Torbeteiligungen hatte – im Alleingang, danach Heilman über eine Bilderbuchkombination mit Schreier und Köbele.
Damit hatten die Löwen für eine Vorentscheidung gesorgt, aber im Schlussdrittel hatten die Gastgeber schon nach 23 Sekunden ein Lebenszeichen geschickt. Erneut Klinga war der Schütze zum 3:6. In der Folge neutralisierten sich die beiden Teams etwas, bis Benjamin Arnold auf 4:6 verkürzen konnte. Der ERSC behielt aber die Ruhe und wartete auf seine Chance. Heilman machte zwei Minuten vor dem Ende mit dem 4:7 den Sack endgültig zu. Am Löwensieg konnte auch Klingas dritter Treffer in der Schlussminute nichts mehr ändern. (apg)


ESV Burgau – ERSC Amberg 5:7 (2:2,0:4,3:1)
Tore: 0:1 (3.) Troglauer (Heilman), 0:2 (4.) Bartels (Köbele, Schreier), 1:2 (9.) Klinga (Drozd, Tomecko), 2:2 (16.) Tsakalidis (Arnold), 2:3 (31.) Schreier (Köbele, Bartels/5-3), 2:4 (34.) Heilman (Troglauer, Köbele/5-3), 2:5 (38.) Köbele (4-5), 2:6 (40.) Heilman (Schreier, Köbele/4-5), 3:6 (41.) Klinga (Rohacik), 4:6 (52.) Arnold (Tsakalidis, Hornak), 4:7 (58.) Heilman (4-4), 5:7 (59.) Klinga (Tausend, Arnold/5-4).
Strafen: Burgau 17 + 10 (Rohacik) + 10 + 20 (Tomecko), Amberg 16 Minuten
Schiedsrichter: Egger, Römer
Zuschauer: 220

Bild:
Burgaus Ronnie Zientek (weißes Trikot) und Löwenverteidiger Thomas Schreier (rechts hinter dem Tor) kamen sich im Schlussdrittel in die Haare.

Da musste Schiedsrichter Egger „vermitteln“.