Löwen-Sieg dank Dan und Oli

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ERSC entscheidet Krimi gegen Pfaffenhofen im Shoot-Out

Was für eine Spannung! Der ERSC Amberg und der EC Pfaffenhofen liefern einen offenen Schlagabtausch, der sich zum Ende hin in einen Krimi steigert – und erst nach Overtime und dem 16.Penalty zu Gunsten der Löwen entschieden ist.
Dan Heilman verwandelte entscheidend zum 4:3 für Amberg, weil Oli Engmann den letzten Schuss von EC-Stürmer Robert Neubauer parierte, und niemand hatte vorher das Stadion verlassen.
In einer Partie mit gleich verteilten Spielanteilen war der ERSC zwei Drittel lang das etwas bessere, weil clevere Team. In dieser Phase versäumten es die Gastgeber, ihr Chancenplus zu einer klareren Führung umzusetzen. Im Schlussabschnitt waren dann die Gäste der Punktsieger, auch weil Amberg – nach einer Trainingswoche mit Blessuren und Krankheit – die Kräfte schwanden. Erst hier konnten sich die vier Kanadier im Team der „Ice Hogs“ besser in Szene setzen, die vorher weitgehend neutralisiert wurden.
Genau nach einer Minute hatte der ERSC die erste gute Chance durch Heilman und auch danach brannte es öfter einmal vor dem ECP-Tor. Erst nach einiger Zeit konnten sich die Gäste etwas Luft verschaffen. Ihre erste Überzahlmöglichkeit nutzten die Löwen aber gleich zum 1:0 durch Heilman. Die Spielanteile blieben weiter ausgeglichen, aber deutlich gefährlicher wirkten die Löwen in ihren Offensivaktionen. Beim ERSC strahlte die Sicherheit von Torhüter Engmann auch auf seine Vorderleute aus.
Im Mittelabschnitt wirkten die Gastgeber weiterhin druckvoller, zwingende Chancen blieben aber in der Menge überschaubar. Die Abwehraufgaben erledigte der ERSC relativ unkompliziert. Umso überraschender fiel der Ausgleich nach einem riskanten Pass aus der Amberger Abwehr heraus, den Pfaffenhofen zu einem erfolgreichen Konter durch Dillon Duprey verwertete. Dominik Schopper gelang aber die neuerliche Führung für die Löwen, die fünf Sekunden vor der Pausensirene Felix Köbele noch hätte ausbauen können.
Das Schlussdrittel begann Amberg mit einer Großchance, die über Andreas Hampl eingeleitet wurde, aber danach erhöhte Pfaffenhofen den Druck. Der Ausgleich durch den Kanadier Chemello fiel in Überzahl der Gäste und der gleiche Spieler sorgte auch für die erstmalige Führung Pfaffenhofens. Nach den Spielanteilen her hatte sich dies fast schon angedeutet. Der ERSC hatte aber nur 31 Sekunden nach dem Gästetreffer die richtige Antwort parat. Köbele lochte auf Vorlage von Florian Bartels unhaltbar zum 3:3 ein. Beide Mannschaften spielten nicht verhalten und suchten noch in der regulären Spielzeit die Entscheidung. Pfaffenhofen hatte mehrere Gelegenheiten – zumeist vereitelt durch Engmann – aber der ERSC auf jeden Fall die beste, doch Bernhard Keil traf nach einer Einzelaktion 90 Sekunden vor dem Ende nur den Pfosten. So ging es in die Verlängerung, in der auf beiden Seiten das gewinnbringende Tor zum „Sudden death“ hätte fallen können. Aber auch die Overtime blieb ohne Treffer und so musste der „Shoot-Out“ die Entscheidung bringen, das Penaltyschießen. Von den ersten sieben Amberger Versuchen trafen nur Hampl und Keil, aber auch die Gäste zweifach. Dann lochte Heilman souverän und Engmann hielt den Zusatzpunkt fest. (apg)

ERSC Amberg – EC Pfaffenhofen 4:3 n.P. (1:0,1:1,1:2)
Tore: 1:0 (8.) Heilman (Schreier, Köbele/5-4), 1:1 (31.) Duprey (Landstorfer), 2:1 (38.) Schopper (Salinger, Frank), 2:2 (47.) Chemello (Duprey/5-4), 2:3 (51.) Chemello (Landstorfer), 3:3 (51.) Köbele (Bartels), 4:3 (60.+5) Heilman (Penalty).
Strafen: Amberg 12 + 10 (Köbele), Pfaffenhofen 8 Minuten
Schiedsrichter: Wittmann, Graf, Voigt
Zuschauer: 400