Löwen personell am Zahnfleisch

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ERSC in Königsbrunn stark gehandicapt

Alleine zwölf Stürmer konnten die Königsbrunner Pinguine aufbieten, die gleiche Anzahl an Feldspielern insgesamt hatte der ERSC Amberg als Gast gerade einmal dabei. Die Löwen verkauften sich bei ihrem letzten Auswärtsspiel in der Bayernliga-Qualifikation trotzdem seriös und so gut es eben ging.
Mit 7:2 behielt der Favorit am Ende die Oberhand, aber einen Vorwurf konnte man der Amberg Mannschaft nicht wirklich machen. Während die Gastgeber ihre „volle Kapelle“ aufbieten konnten, fehlten beim ERSC neben Christoph Schönberger, Lukas Salinger, Daniel Troglauer und Bernhard Keil bekanntlich auch die ersten drei nominellen Torhüter. Youngster Florian Hüttner, der bereits gegen Moosburg zu seinen ersten Einsatzzeiten als Senioren-Goalie gekommen war, machte seine Sache aber wirklich gut und wurde am Ende „als Zuckerl“ zum besten Amberger gekürt. „Wir wollten so lange wie möglich hinten erst einmal dichtmachen“, hatte Coach Dirk Salinger gehofft. Allerdings war diese Blase schon bald zerplatzt, denn nach 125 Sekunden stand es bereits 2:0 für die Pinguine. Ex-DEL-Stürmer Jeff Szwez und US-Boy Hayden Trupp hatten getroffen. Die Löwen fingen sich aber relativ schnell wieder und konnten die Partie einigermaßen offen gestalten. Mit dem 3:0 durch Chad Trupp war aber noch im Anfangsdrittel eine Vorentscheidung bereits gefallen.
Nach nur 29 Sekunden im Mittelabschnitt konnte Andreas Hampl dann für die Löwen verkürzen und Königsbrunn wirkte danach längst nicht souverän, aber es ist müßig darüber zu spekulieren, was der ERSC in Bestbesetzung daraus hätte machen können. Die Partie schien etwas zerfahren, wofür wohl auch die relativ hohe Anzahl kleiner Strafen an beide Teams mit verantwortlich sein durfte. Weil für die Pinguine nur Thomas Forster traf, konnte Amberg diesen Abschnitt jedenfalls auch vom Resultat her ausgeglichen gestalten.
Letzte Zweifel an ihrem Erfolg beseitigten die Gastgeber im Schlussabschnitt nach vier Minuten durch den zweiten Treffer von Szwez – wegen der Vorarbeit von Forster und Fabio Carciola ein reines Produkt ehemaliger DEL-Spieler. Felix Köbele konnte dann in der Schlussphase in Unterzahl nochmals Ergebniskosmetik für den ERSC betreiben, ehe die Trupp-Brüder für den 7:2-Endstand sorgten.
Die Löwen bleiben trotz der Niederlage auf dem 5.Rang der Qualifikationsrunde und können diesen mit einem Sieg im letzten Heimspiel gegen Haßfurt auch über die Ziellinie bringen – ob und was der noch Wert sein kann, werden erst die nächsten Monate zeigen. (apg)


EHC Königsbrunn – ERSC Amberg 7:2 (3:0,1:1,3:1)
Tore: 1:0 (2.) Szwez, 2:0 (3.) H.Trupp (Fettinger, P.Zimmermann), 3:0 (15.) C.Trupp (D.Zimmermann), 3:1 (21.) Hampl (Köbele, Bartels), 4:1 (34.) Forster (P.Zimmermann), 5:1 (44.) Szwez (Forster, Carciola), 6:1 (51.) H.Trupp, 6:2 (52.) Köbele (4-5), 7:2 (57.) C.Trupp (H.Trupp).
Strafen: Königsbrunn 30 Minuten, Amberg 28 + 10 (Schreier)
Schiedsrichter: Kretschmer, Neelson, Zeck
Zuschauer: 500

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