Sommerzeit auch im Amateur-Eishockey

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ERSC-Löwen sind zufrieden


Im bayerischen Amateur-Eishockey wird gerade auf Sommermodus umgestellt. Die sportlichen Entscheidungen im Landesliga-Bereich sind mit dem etwas überraschenden Erfolg des EC Bad Kissingen über den EHC Klostersee im Kampf um den bayerischen Titel nun alle gefallen. Der ERSC Amberg blickt dabei auf eine alles in allem erfreuliche Spielzeit zurück.

Die Kissinger Wölfe entschieden das Landesliga-Finale über die favorisierten Klosterseer im Modus „Best of 3“ mit 2:1 für sich, gewannen die letzte Partie in Grafing mit 3:2. Die Saale-Franken gehören mit Schweinfurt und Königsbrunn sowie Klostersee zu den sportlichen Bayernliga-Aufsteigern. Insgesamt vier Bayernligisten müssen dafür den Fahrstuhl mit Richtung Landesliga betreten – das hätte vor Beginn der Qualifikationsrunden wohl niemand erwartet. Der ERSC hatte mit dem direkten Aufstieg letztendlich wenig zu tun, zu hoch war die Ausfallquote in den entscheidenden Wochen. Ein größeres Aufrüsten wie bei Teilen der Konkurrenz war von Amberger Seite aus zudem wirtschaftlich nicht vertretbar. Es wertet aber die Gesamtleistung der Löwen auf, dass sie zuvor die Hauptrunde als Meister vor den bereits genannten Teams abschließen konnten und selbst dezimiert in der Qualifikation – vor allem in Heimspielen – starke Leistungen ablieferten: „Wir hatten eine echte ‚Mördergruppe‘, spielten aber die beste Saison seit Jahren“, zeigt sich deshalb ERSC-Vorstand Mustafa Sugle mehr als zufrieden. Der Dank dafür seien steigende Zuschauerzahlen gewesen: „Der Zuspruch war okay und die Tendenz ist steigend, obwohl wir keine Derbys hatten und außer Schweinfurt kein Gastverein nennenswerte Fanunterstützung mit nach Amberg brachte“, erinnert Sugle.

Pfaffenhofen, Buchloe, Moosburg und Germering kommen aus der Bayernliga nach unten, Aich (spielt auch in Moosburg), Geretsried, Waldkirchen und Lindenberg würden aus den Bezirksligen nachrücken. Wer letztendlich wo spielt ergibt sich nach Ende der Meldefrist zum 1.Juni 2018 und der nachfolgenden Prüfung des BEV. Der Verband wies kürzlich nochmals ausdrücklich darauf hin, dass für Bayern- und Landesliga die verlässliche Stellung von U7- und U9-Mannschaften sowie eines weiteren Nachwuchsteams Voraussetzung für eine Zulassung sind – für den ERSC überhaupt kein Problem, aber es sind Zweifel erlaubt, ob das alle anderen Anwärter gebacken bekommen.

Unterdessen laufen die Planungen für die kommende Saison und man ist in Amberg bemüht, den Kader soweit möglich zu behalten, das gilt natürlich auch für Trainer Dirk Salinger. Der hat sich aus beruflichen Gründen noch Bedenkzeit erbeten. „Wir sind schon zuversichtlich, dass es mit Coach und Spielern klappt. Dann wollen wir das Team im Rahmen unserer Möglichkeiten verstärken“, stellt der Vorstand in Aussicht. Zuletzt erhielt Obmann Chris Spanger die Zusagen von Lukas Salinger, Paul Thiede, Dominik Schopper, Matti Swadzba und Philipp Dürr, womit bereits elf Spieler ein Gerüst bilden, darunter auch der überragende Torhüter Oli Engmann und Topscorer Felix Köbele. „Weitere Gesprächsabschlüsse könnten bald folgen“, signalisiert Spanger. (apg)

Die Eishockey-Saison der „Wild Lions“ in Zahlen

„Torhungrig“

Die Top-Scorer

Felix Köbele               41 Tore + 43 Vorlagen = 84 Punkte

Dan Heilman              28 + 30 = 58

Florian Bartels            13 + 28 = 41

Andreas Hampl          18 + 20 = 38

Thomas Schreier         7 + 18 =   25

ERSC gesamt:                        169 + 234 = 403

 

„Bad Boys“

Die Strafbank-Spezialisten

Christoph Schönberger          65 + 70 = 135 Strafminuten

Andreas Hampl                      51 + 50 = 101

Thomas Schreier                     44 + 40 = 84

Lukas Salinger                       47 + 20 = 67

Felix Köbele                           54 + 10 = 64

ERSC gesamt:                                   541 + 260 = 801

 

„Die Verhinderer“

Torhüter-Quoten

Oliver Engmann         Spielzeit 1154 Minuten, Gegentorschnitt 2,7

Lukas Stolz                844 / 4,05

Paul Thiede                90 / 6,0

Florian Hüttner           90 / 6,0

Gesamte Spielstatistik

36 Spiele, 70 Punkte, 169:128 Tore

 

Tabellenausschnitt Landesliga- Hauptrunde

                                   Sp. G   V     Tore           Punkte

1

ERSC Amberg

22

19

3

116

 : 

57

  

53

 

   

2

ESC Haßfurt

22

17

5

146

 : 

82

  

52

 

   

3

EC Bad Kissingen

22

17

5

107

 : 

65

  

50

 

   

4

ERV Schweinfurt

22

17

5

120

 : 

56

  

49

 

   

….

Tabellenausschnitt Bayernliga-Qualifikation

….

4

EC Pfaffenhofen

  14

 9

5

   58

 : 

47

  

27

5

ERSC Amberg

 14

 5

9

53

 : 

71

  

17

6

ESV Buchloe

 14

  5

9

50

 : 

66

  

15

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zuschauerzahlen, inclusive Dauer- und Sponsorenkarten

 

Gesamt                       8278

Durchschnitt               460

Bester Besuch            707 (Haßfurt)

Niedrigster Besuch     400 (Dingolfing)

 

 

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