Nicht mehr Favorit aber sehr selbstbewusst

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ERSC-Löwen starten in Dorfen in die Bayernliga-Qualifikation

Jetzt geht’s ans Eingemachte. Nach dem Gewinn der Hauptrundenmeisterschaft starten die Amberger Wild Lions am heutigen Freitag in das „Unternehmen Bayernligaqualifikation“. Beim Gastspiel im Dr.Rudolph-Stadion in Dorfen (20 Uhr) ist der ERSC seit langer Zeit mal wieder nicht der Favorit.

Die Gastgeber beendeten die Bayernliga-Hauptrunde mit einer 1:5-Niederlage gegen Landsberg, einhergehend mit dem dreizehnten und damit vorletzten Rang. Ein sicherlich enttäuschender Saisonverlauf für die Eispiraten, die in der Vorsaison noch Vizemeister in Bayerns Eliteliga waren und für Platzierungen viel weiter vorne in der Tabelle gehandelt wurden. Schon der schwache Start in die Punkterunde hatte schnell personelle Auswirkungen. Coach John Samanski wurde durch den Tschechen Petr Vorisek abgelöst. Die Freibeuter waren immer wieder mal dran an den Plätzen, die zu den Vergleichen mit den Oberligisten berechtigten, aber zum Ende hin gab es (zu) viele unnötige Niederlagen und relativ frühzeitig stand dann fest, dass es nur noch um den Klassenerhalt gehen könne. Topscorer im Team des ESCD sind die beiden tschechischen Stürmer Lukas Miculka und Tomas Vrba, aber auch in der Defensive stehen mit dem Deutsch-Kanadier Mark Waldhauser oder Fabian Kanzelsberger „offensive Freigeister“. Der zuletzt verpflichtete litauische Nationalspieler Povilas Verenis hat den Verein nun verlassen und fällt nicht mehr ins Gewicht. Die angeschlagenen Spieler der Eispiraten wurden in den letzten Begegnungen allesamt geschont, haben nun aber trotzdem Defizite in der Spielpraxis.

Zweifelsohne ein definitiv schwerer Auftakt für die Amberger Löwen, bei denen natürlich auch die Besetzung des eigenen Kaders im Vordergrund steht. Komplett konnte man gefühlt seit Anfang Dezember nicht mehr antreten, was aber jetzt in der Verzahnungsrunde eigentlich der wichtigste Aspekt wäre. Das hat auch Dirk Salinger schon klar umrissen: „Die Special-Teams in Über- und Unterzahl müssen funktionieren und wir müssen von Ausfällen verschont bleiben, dann hat es jeder Gegner schwer gegen uns“, prophezeit und droht der Löwen-Coach an die Konkurrenz. Die spielerische Vorstellung bei der Generalprobe in Dingolfing war jedenfalls – trotz etlicher Ausfälle – über weite Strecken sehenswert. Von der Verletztenfront gibt es schon mal leichte Entwarnungen, aber bei Daniel Vlach und Florian Wrobel standen zur Wochenmitte noch deutliche Fragezeichen bezüglich ihres Einsatzes. In der Einschätzung der Spielstärke der beiden Gruppen gibt es noch unterschiedliche Meinungen, nicht aber für den „Boss“: „Egal wo, du musst dich in beiden Gruppen beweisen“, so Vorstand Mustafa Sugle.
Alleine sind die Löwen jedenfalls nicht bei ihrem Auftritt in Dorfen, wo sich etliche ERSC-Fans treffen werden. Und die Daumen werden auch in Sachsen für die Amberger gedrückt. Via Facebook haben Fans aus Sachsen die Unterstützung für den ERSC bekundet, denn: „Die wahren Eispiraten gibt es nur in Crimmitschau“, dem ehemaligen Club von Löwen-Torjäger Bernie Keil. (apg)

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